Sehnsucht (3)

Sehnsucht nach Namen und Anerkennung

Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt, stellte ihn oben auf den Tempel und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich hinab; denn es heisst in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er, dich auf ihren Händen zu tragen, damit dein Fuss nicht an einen Stein stösst. Jesus antwortete ihm: In der Schrift heisst es auch: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen. (Mt 4,5-6)

Wir sehnen uns danach, geschätzt und geliebt zu werden. Das Streben nach Applaus, nicht selten eine Abwehr von Minderwertigkeitsgefühlen, macht uns allerdings sehr von anderen abhängig und kann regelrecht zu einer Sucht werden. Vom Partner oder der Partnerin übertrieben Anerkennung zu erwarten oder umgekehrt den anderen zu vergöttern, ist Götzendienst.

Auf unserem christlichen Pilgerweg sollen wir frei werden von der Selbst-Sucht und davon, den anderen zur Befriedigung unserer Bedürfnisse zu missbrauchen. Selbstloser, keuscher Dienst ist die Einladung Jesu, die an Frauen und Männer ergeht.

(P. Josef Maureder SJ)