Glauben auf den Punkt gebracht (3)

 

„Gott schenkte uns das Leben, weil er uns liebt. So sind wir Menschen geschaffen – männlich und weiblich – dazu hin, Gott, den König Israels und Vater Jesu Christi zu loben, ihm Ehrfurcht zu erweisen und ihm zu dienen, sowie die Mitmenschen zu lieben. Dadurch finden wir auch Erlösung für unser Leben.“

Kommentar: Das Leben ist keine Selbstverständlichkeit. Selbst wenn es schwierig ist, es ist Geschenk. Gottes Liebe geht immer voraus. Daher ist Dankbarkeit eine Grundhaltung, um die sich jeder Mensch zu bemühen hat. Sie ist ausgerichtet auf den Gott der Heiligen Schrift. Dort können die Gottesbilder immer wieder geläutert werden. Die grösste Würde des Menschen besteht aber darin, im Abbild Gottes zu sein und immer mehr zu werden – männlich und weiblich, wie es in Gen 1,26 heisst. Der Mensch ist ein geschlechtliches Wesen und trägt für die Gestaltung von Mannsein und Frausein Verantwortung. Im partnerschaftlichen Wirken an einer Schöpfung, die stets neu im Werden ist, findet der Mensch seine tiefste Berufung. Kein Leben in Fülle, ohne ungeteilte Ausrichtung auf Gott!

(P. Christian Rutishauser SJ)