Die Taufe ernstnehmen und Grenzen überschreiten (7)

Glaubwürdige Kommunikation?


„Wir kämpfen nicht, um die Vergangenheit zu verteidigen, sondern wir arbeiten mit Geduld und Zuversicht an allen Orten, an denen wir uns täglich aufhalten, um die Zukunft aufzubauen.“ Mit diesen Worten schliesst Papst Franziskus seine Botschaft zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel, den wir heute begehen. In der Botschaft wird die Familie als Ort dargestellt, an dem der Mensch kommunizieren lernt. Papst Franziskus spricht von der „schönsten Familie“. Er ist sich bewusst, dass dieses Ideal oft nicht erreicht wird. Unendlich wichtiger als das Aufwachsen bei den biologischen Eltern ist die Liebe, der das Kind begegnet. Ist diese christliche Botschaft in unseren Diskussionen hörbar? Zur Liebe gehört auch die Offenheit über die Familie hinaus: Begegnung mit Menschen verschiedener Geschlechter, Generationen, Kulturen. Je mehr die Kirche die Grösse der Taufe entdeckt, umso glaubwürdiger und vorbildlicher überschreitet ihre Kommunikation die Grenzen von Geschlechtern, Generationen und Kulturen. Sie verteidigt nicht die Vergangenheit, sondern baut die Zukunft auf.

(P. Martin Werlen OSB)