Gemeinschaft - Beziehung (2)
Koinonia
Das Neue Testament kennt einen besonderen Begriff für die Gemeinschaft derjenigen, die Jesus nachfolgen: Koinonia. Zur Nachfolgegemeinschaft gehören Männer und Frauen. Sie nehmen gegenseitig aneinander Anteil und lassen sich auf eine Lebensgemeinschaft miteinander ein. In der Apostelgeschichte erzählt Lukas:
Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Niemand nannte etwas von dem, was er oder sie hatte, sein Eigentum, sondern sie teilten alles, was sie hatten. (Apg 4,32)
Das klingt für mich fast zu ideal. Es bedeutete es zum Beispiel konkret: Zum gemeinsamen Essen in Erinnerung an die Tischgemeinschaft mit Jesus sind besonders auch Bedürftige eingeladen. Viele der ersten Jesusanhängerinnen und -anhänger in Jerusalem gehören zu den Armen. Paulus nennt sie gar „Bettelarme“ und lädt die Gemeinden von Rom, Galatien und Korinth ein, diese finanziell zu unterstützen (vgl. z.B. Röm 15,26).
Diese Solidarität innerhalb und über die Grenzen einzelner Gemeinschaften hinweg beeindruckt mich.
(Franziska Loretan-Saladin)
