Unser Redaktionsteam stellt sich vor (2)
Maria Blittersdorf
Auch Maria Blittersdorf, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im SPI St. Gallen, arbeitet im Redaktionsteam mit.
Sie schreibt über ihre Motivation dazu:
„Du kannst nicht Messdienerin werden“ – nach meiner Erstkommunion erlebte ich erstmals, dass manche kirchlichen Amtsvertreter, in dem Fall der Pfarrer, mit Menschen weiblichen Geschlechts anders umgehen als mit Menschen männlichen Geschlechts.
„Wähl´ bloss keinen Beruf in der katholischen Kirche“ – mein Vater war von meiner Berufswahl nicht überzeugt, obwohl er ein gläubiger Mensch war.
„Hätte ich gewusst, dass Du in der katholischen Kirche arbeitest, dann hätte ich mich mit Dir erst gar nicht unterhalten“, so der überraschte Ausruf einer Pflegerin im Seniorenheim, die mit Kirche keine guten Erfahrungen gemacht hatte.
„Wenn Frauen Diakonin werden könnte, wäre ich sofort bereit dazu“ – so eine Freundin von mir, die als Ordensfrau lebt und von ihrer Ausbildung und ihrem sozialen Einsatz her für diesen ordinierten Dienst prädestiniert wäre.
„Priester, Kirchenchor, Pfarrgemeinderäte, Kirchenvorstände – dass alles wäre überflüssig, wenn es nicht das Volk (Gottes) gäbe!“ – so die Antwort meiner Mutter auf die Frage des Pfarrers, was sie eigentlich machen würde, immerhin wäre ihr Mann im Kirchenvorstand und im Kirchenchor, ihr Sohn im Pfarrgemeinderat und ihre Tochter würde Theologie studieren.
Ich engagiere mich für das Projekt „Kirche mit den Frauen“, weil ich die Kirche als die Versammlung liebe, in deren Mitte Gott lebendig erfahren werden kann. Und weil ich es für notwendig halte, dass Frauen und das, was sie tun und wozu sie berufen sind, auch offiziell gesehen, wertgeschätzt und anerkannt wird. Das Projekt „Kirche mit den Frauen“ praktiziert, um was es ihm geht: Kirche geht nur miteinander!
