Statements zum Pilgerstarttag am 2. Mai 2016: Lea Stocker

Viele Menschen sind unterwegs. Viele suchen Gesprächspartner.

Einen Dialog mit Christus können sie sich aber überhaupt nicht vorstellen. Denn in der Kirche, die der Leib Christi ist, fühlen sie sich nicht ernst genommen.

Viele Menschen sehnen sich nach innerer Heimat und Weggefährtinnen, aber machen in der Kirche die Erfahrung von Heimatlosigkeit und Abweisung. Sie begegnen in der Kirche nicht der

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Gute Wünsche von Bischof Franz-Josef Bode

Sehr geehrte Frau Aepli, liebe Pilgerinnen und Pilger,

ich habe Ihren Weg, so gut es mir aus der Entfernung möglich war, begleitet und freue mich mit Ihnen, dass Sie in Rom angekommen sind. Nun wünsche ich Ihnen, dass Sie mit Ihrer Botschaft und dem, was aus dem Projekt werden kann und mit Gottes Hilfe werden wird, auch im Zentrum der Katholischen Kirche ,gut ankommen‘. Ihre ungezählten Schritte in den vergangenen Wochen und Monaten sind so wichtig und wertvoll für den gemeinsamen Weg!

Mit besten Grüßen und Segenswünschen

+ Dr. Franz-Josef Bode
Bischof von Osnabrück
Vorsitzender der Unterkommission Frauen der Deutschen Bischofskonferenz

Prominente Stimmen zum Projekt

Karin Keller-Sutter, Ständerätin

Sehr geehrte Frau Aepli
Erlauben Sie mir, dass ich Ihnen als Frau und Katholikin auf diesem Weg herzlich für Ihr grosses Engagement zu Gunsten der Frauen in der Kirche danke. Ihre Pilgerreise konnte zwar nicht mit einem Besuch beim Papst abgeschlossen werden. Dies war nach all den Strapazen, die Sie auf sich genommen haben, sicherlich eine gewisse Enttäuschung. Diese Wertschätzung hätten Sie und Ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter mehr als verdient gehabt. Es ist mir deshalb ein Anliegen, Ihnen zu sagen, dass sie viele Menschen gedanklich begleitet haben und dass Sie über einen grossen Rückhalt in der kirchlichen Basis verfügen. Sie haben mit dieser Reise zu Recht viel Aufmerksamkeit für die Sache der Frau erhalten. Und wenn sich dann tatsächlich einmal etwas ändert, dürfen Sie für sich in Anspruch nehmen, auch einen Beitrag geleistet zu haben. Auch in der Kirche gilt die Politik der kleinen Schritte.
Ich bitte Sie, meinen Dank auch an Ihre Begleiterinnen und Begleiter weiterzuleiten. Ich wünsche Ihnen alles Gute und danke nochmals herzlich. Karin Keller-Sutter

Viola Amherd, Nationalrätin

Frauen leisten in der Kirche unverzichtbare Arbeit. Wer sich einsetzt, soll ernst genommen und in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Kurz: Frauen gehören ins Haus – ins Rathaus, ins Bundeshaus, ins Gotteshaus! Deshalb unterstütze ich das Projekt „Für eine Kirche mit* den Frauen“.

Micheline Calmy-Rey, alt Bundesrätin

Glaube ist keine Frage des Frauseins oder des Mannseins. Er ist der Ausdruck des Vertrauens, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, von Gott geliebt sind. Die katholische Kirche bildet diese Gleichberechtigung von Frau und Mann an ihrer Spitze nicht ab. Deshalb unterstütze ich das Projekt „Für eine Kirche mit* den Frauen“. Ich bewundere die Frauen und Männer, die aus Liebe zu ihrer Kirche 1000 Kilometer zu Fuss unterwegs waren, um sich für mehr Gleichberechtigung in ihrer Kirche einzusetzen. Diese Frauen sind für mich Vorbilder eines notwendigen Engagements, einer Einmischung aus Durst nach Gerechtigkeit und Nächstenliebe. Ich bete dafür, dass der Papst die Pilgerinnen empfangen und ihr Anliegen hören wird.

Thierry Carrel, Herzchirug am Inselspital Bern

Die Kirche darf als schützende Mutter unseres Glaubens bezeichnet werden. Es wäre wünschenswert - wenn nicht höchste Zeit -, dass die Frauen (gewissermassen die Nachkommen von Gottesmutter Maria) einen gebührenden Platz mit den entsprechenden Funktionen in der heutigen Kirche erhalten würden.

Christian Cebulj, Rektor der Theologischen Hochschule Chur

Der Pilgertag in Rom war ein eindrucksvolles Erlebnis. Während der Eröffnungsfeier in Sta Maria del Popolo wurde mir vor Caravaggios berühmter "Bekehrung des Saulus" nochmals deutlich, dass ein künftiges gleichberechtigtes Miteinander von Frauen und Männern im Volk Gottes wirklich ein Prozess der Umkehr ist, der Zeit braucht. Paulus war auch erst einmal mit Blindheit geschlagen (Apg 9,9), bevor ihm "wie Schuppen von den Augen fiel" (Apg 9,18), was sein Auftrag ist.

Und beim Schlussgottesdienst im Petersdom dachte ich mir: Wenn "Dezentralisierung" ein Schlüsselwort im Pontifikat von Papst Franziskus ist, dann sollte das nächste Pilgerprojekt von Kirche-mit* eine Ortskirche zum Ziel haben, im Zentrum waren wir ja jetzt schon...

Ida Glanzmann, Nationalrätin

Als Politikerin unterstütze ich es, dass sich mehr Frauen in der Kirche engagieren.

Sr. Ingrid Grave, Dominikanerin:

Seit gut fünf Jahrzehnten – mein ganzes Erwachsenenleben lang – sind vonseiten der Frauen unsagbar viele Vorstösse unternommen worden, in der Kirche die volle Gleichberechtigung zu erreichen. Nur wenig hat sich bewegt. Ich finde mich nicht ab mit den sich stets wiederholenden Beteuerungen führender Kirchenmänner, wie wichtig ihnen die Frauen in der Kirche sind. Ich möchte Taten sehen, keine väterlichen Trostworte und Beschwichtigungen.

Ich halte es für sehr problematisch, dass Frauen in der Kirche sich mit Positionen begnügen müssen, welche die Männer ihnen übrig lassen. Es ist sehr schmerzlich, wenn Frauen daran gehindert werden, ihre Berufung zu leben. Und ein grosser Verlust für die Kirche.

Brigitte Häberli, Ständerätin

Ich unterstütze das Projekt, weil die Frauen für die Zukunft der Kirche unverzichtbar sind.

Josef Hochstrasser, reformierter Pfarrer, Hitzfeld-Biograph:

Schon Jesus von Nazareth hat auf mutige Frauen gesetzt. Jetzt sind wieder mutige Frauen unterwegs. Auch Papst Franziskus wird auf sie setzen.

Werner de Schepper, Chefredaktor Schweizer Illustrierte

Ich unterstütze das Projekt, weil eine Kirche ohne Frauen keine Kirche - keine für alle zugängliche Tischgemeinschaft mehr wäre, sondern eine obskure Männersekte. Für jede Frau ist Kirche heute problematisch, weil sie nur Ihre (meist Gratis-)Arbeit gefragt ist, aber nicht ihre Stimme und Mitbestimmung. Möge der Weg der Frauen vom Rand ins Zentrum die Augen der Mächtigen im Zentrum öffnen. 

Barbara Schmid Federer, Nationalrätin

Ich bin überzeugt, dass mehr weibliches Mitspracherecht in der katholischen Kirche für die Kirche selbst eine Bereicherung wäre. Deshalb unterstütze ich das Projekt „Für eine Kirche mit *“.

Route

Wir HABEN 1'000 Kilometer Weg unter die Füsse GENOMMEN - für eine Kirche mit den Frauen.

Für Gleichheit im Glauben und im Tun.

Seit mehr als zwei Jahren wurde dieses Projekt vorbereitet. Nun ist es soweit:

Start: 2. Mai 2016 in St. Gallen Zur Bildergalerie

Spontanes Mitpilgern, Infos zum letzten Pilgertag (28. Juni 2016): Siehe hier

Das Programm in Rom (2. Juli 2016): Siehe hier

Das Projekt „Für eine Kirche mit* den Frauen“ wird von Menschen getragen, die beten. Auch die Pilgergruppe ist in einer Haltung des Gebetes unterwegs. Jeden Tag geht sie eine Stunde im Schweigen. Die PilgerInnen nehmen Anliegen mit auf den Weg, die über die folgende Adresse übermittelt werden können: kontakt@kirche-mit.ch.

Unter der Mailadresse u.winteler@bluewin.ch kann man die eigene Mailadresse deponieren, wenn man nach der Pilgerzeit an weiteren Anlässen des Projektes „Für eine Kirche mit* den Frauen“ interessiert ist.